Translated from the Vietnamese original.

Wie viele Länder Asiens hat Vietnam alte kulturelle Traditionen, die sorgfältig gepflegt und hoch geachtet werden. Beerdigungen und der đám giỗ, das Familientreffen am Jahrestag eines Todes, gehören zu den wichtigsten Anlässen im Leben der Vietnamesen. Ein đám giỗ ist eine Gelegenheit, des Verstorbenen zu gedenken und ihm zu danken, und er hat im spirituellen Leben und Denken der Vietnamesen eine tiefe Bedeutung. Welche Bräuche gehören neben dem Speisetablett für die Ahnen und den Blumen zum Todestag noch dazu? Dieser Beitrag zeigt, was der Tag in der vietnamesischen Kultur früher bedeutete und heute bedeutet.

Siehe auch: Trauerkränze und Trauerblumen

Was der Brauch des Todestags seit alter Zeit bedeutet

Wenn vietnamesische Familien einen Todestag begehen, zeigen sie mit sorgfältig bewahrten Ritualen, wie sehr sie den Verstorbenen schätzen und seiner gedenken. Es ist eine Zeit, zurückzublicken und die Herkunft und die Traditionen der Familie besser zu verstehen, und zugleich eine Art, den Großeltern und den Ahnen der ganzen Familienlinie Respekt und Dankbarkeit zu erweisen.

Der Tag bringt außerdem Menschen zusammen. Er schafft einen warmen Rahmen, in dem die Familie wieder zusammenkommt, die Verwandtschaft gestärkt wird und ihre Mitglieder einander näherrücken. Mit den Opfergaben drücken die Menschen ihre Aufrichtigkeit und ihre Wünsche nach Gesundheit, Glück und Frieden aus, für die Verstorbenen und für die ganze Familie.

Die Pflege des Todestags hilft, lange überlieferte traditionelle Werte weiterzugeben und zu festigen. Sie knüpft starke Bande und ein Gefühl der Verbundenheit und bereichert die Kultur des Landes von Generation zu Generation.

Siehe auch: Blumenkörbe für einen Todestag oder einen Kondolenzbesuch

Der alte vietnamesische Brauch, am Todestag Opfergaben darzubringen, hat einen tiefen kulturellen und spirituellen Wert

Der alte vietnamesische Brauch, am Jahrestag eines Todes Opfergaben darzubringen, hat einen tiefen kulturellen und spirituellen Wert

Riten und Bräuche rund um den Todestag

In Vietnam verbinden die meisten Riten und Bräuche des Gedenkens religiösen Glauben mit Familientradition. Die häufigsten Formen sind diese:

  • Cúng thất (die buddhistischen Opfergaben im Siebentagesrhythmus): Dieser Ritus gilt im Buddhismus als wichtig, als Ausdruck der Ehrfurcht und Aufrichtigkeit gegenüber dem Verstorbenen. Die Angehörigen stellen Opfergaben wie vegetarische Speisen, Obst und Kerzen auf den Altar, meist verbunden mit Meditation und Gebeten für die Seele des Verstorbenen.

  • Die Opfergabe am 49. Tag: Sie gilt als wichtige Etappe im Gedenken an die Toten. Nach dem Glauben verlässt die Seele des Verstorbenen nach 49 Tagen die Welt. Zu diesem Anlass hält die Familie meist eine Opferzeremonie mit Gebeten für die Seele ab, damit sie Ruhe findet und in eine friedlichere, stillere Welt hinübergehen kann.

  • Die Opfergabe am 100. Tag: Die Opfergabe nach 100 Tagen ist nicht weniger bedeutsam. Sie zeigt Geduld und Aufrichtigkeit im Gedenken und Gebet für den Verstorbenen, lange Zeit nach dem Tod. Die Familie hält meist eine Zeremonie mit Gebeten ab, in deren Mittelpunkt die Ehrung des Verstorbenen steht und die Bitte, dass seine Seele Frieden findet und bald wiedergeboren wird, im buddhistischen Reinen Land oder in einem neuen Leben.

  • Giỗ đầu (der erste Todestag): Der erste Todestag ist ein wichtiger Anfang, um dem Verstorbenen besondere Dankbarkeit und Ehrfurcht zu erweisen. An diesem Tag opfern die Angehörigen meist frische Blumen, Obst, Räucherstäbchen und Opfergeld aus Papier und zünden Kerzen an, um dafür zu beten, dass dem Geist des Verstorbenen Frieden und Gutes zuteilwerden.

  • Giỗ hết tang (der Todestag zum Ende der Trauer, lễ Đại Tường): Der Todestag, der die Trauer beendet, ist im Volk auch als lễ Đại Tường oder lễ đoạn tang („Ritus zum Ende der Trauer“) bekannt. Er wird am zweiten Jahrestag des Todes begangen. Nach der Tradition halten die Angehörigen zwei bis drei Monate nach diesem Todestag den lễ trừ phục ab, auch lễ đàm tế genannt, den Ritus des Ablegens der Trauerkleidung. Er schließt die Trauerzeit endgültig ab, indem die gesamte Trauerkleidung verbrannt wird. Nach der Opfergabe verbrennt man nicht nur die Kleidung, sondern auch die alte linh vị (die Seelentafel mit dem Namen des Verstorbenen) sowie die während der Trauer verwendeten Gegenstände und Bilder, damit eine neue Tafel und die Kultgegenstände auf den Hauptaltar der Familie gestellt werden können.

Riten, die man häufig bei einem vietnamesischen Todestag sieht

Riten, die man häufig bei einem Todestag sieht

Was man bei den Opfergaben zum Todestag traditionell vermeidet

Wer an einem Todestag teilnimmt, zeigt schon dadurch Respekt vor der vietnamesischen Kultur und spirituellen Tradition, dass er weiß, was vermieden wird, und sich daran hält. Diese Regeln und Vorstellungen werden am häufigsten genannt:

  • Nicht vorher kosten: Ein Gericht zu kosten, bevor es auf den Altar gestellt und Räucherwerk angezündet wurde, gilt als Kränkung der Ahnen. Familien bereiten die Speisen deshalb sorgfältig zu und richten sie mit Bedacht an, um dem Ritus nichts von seinem heiligen Charakter zu nehmen.

  • Auswahl der Gerichte: Auf dem Speisetablett zum Todestag vermeiden Familien rohe Salate, ungekochte Gerichte und alles, was nach Fisch riecht. Man glaubt, dass solche Speisen den Ort entweihen, an dem die cửu huyền thất tổ (die Ahnen der Familie, über viele Generationen zurückgerechnet) verehrt werden.

  • Passende Blumen wählen: Manche Familien stellen keine Lilien auf den Altar, weil der vietnamesische Name der Blume, ly, wie das Wort für Trennung klingt. Viele andere Familien verwenden Lilien jedoch wegen ihrer Schönheit und ihres Duftes (siehe ob Lilien auf den Hausaltar gestellt werden dürfen). Richten Sie sich nach der Gewohnheit der jeweiligen Familie und bevorzugen Sie Blumen mit positiver Bedeutung, die die verstorbenen Großeltern und Ahnen ehren.

  • Den Opfertisch vorbereiten: Das Mahl zum Todestag sollte auf neuen Schalen und Tellern serviert werden, nicht auf den Schalen und Essstäbchen, die die Familie täglich benutzt. Der Altar sollte vorher gründlich gereinigt und das Wasser in den kleinen Opferbechern gewechselt werden, damit der Ort ganz sauber und ruhig ist, bevor der Tisch gedeckt wird. Das zeigt den verstorbenen Mitgliedern der Familienlinie vollen Respekt.

Für die Opfergaben zum Todestag nimmt man neue Schalen und Teller, nicht das Alltagsgeschirr und die Essstäbchen der Familie

Für die Opfergaben zum Todestag nimmt man neue Schalen und Teller, nicht das Alltagsgeschirr und die Essstäbchen der Familie.

Was sollte ein Gast zu einem Todestag mitbringen?

Wenn Sie zu einem đám giỗ eingeladen sind und nicht wissen, welches Geschenk passt, hier die Vorschläge von Flosa:

  • Ein Korb mit frischen Blumen zum Gedenken: Einen Korb mit Blumen und Obst mitzubringen, ist eine schöne Art, dem Verstorbenen Ehrfurcht und Dankbarkeit zu zeigen. Blumen gelten als Symbol der Frische und Lebenskraft und tragen zu einer feierlichen Atmosphäre bei der Opfergabe bei. Blumen mit Obst sind zum Todestag beliebt, weil die Blumen für das Gedenken stehen, während das Obst nach der Opfergabe zum Nachtisch wird, wenn die Angehörigen zusammensitzen und sich unterhalten.

  • Ein Obstkorb: Obst ist seit jeher eine übliche Opfergabe. Ein solches Geschenk enthält meist eine reiche Auswahl an gutem frischem Obst und bringt die Aufrichtigkeit und den Respekt dessen, der es mitbringt, gut zum Ausdruck, wenn es an diesem Tag geopfert wird.

  • Ein Korb mit Gebäck und Wein: Wein und Gebäck sind seit Langem ein fester Bestandteil des Mahls zum Todestag. Auch dieses Geschenk zeigt Achtung und Dankbarkeit gegenüber dem Verstorbenen.

  • Ein Umschlag: Einen Umschlag mit Geld als Zeichen der Aufrichtigkeit zu überreichen, ist eine praktische, traditionelle Geste der Zuneigung und Fürsorge für die Familie des Verstorbenen.

Siehe auch: Genesungsblumen und Obstkörbe für Krankenbesuche

Ein Korb mit Blumen und frischem Obst gehört zu den bedeutungsvollsten und praktischsten Geschenken für einen Todestag

Ein Korb mit Blumen und frischem Obst gehört zu den bedeutungsvollsten und praktischsten Geschenken für einen Todestag.

Blumen und Obstkörbe zum Todestag bei Flosa bestellen

Ein Geschenk wie frische Blumen oder einen Obstkorb für einen Todestag vorzubereiten, ist richtig und angemessen. Es ist die schlichteste Art, dem Verstorbenen Ehrfurcht und Dankbarkeit zu zeigen, und verleiht dem Anlass zugleich Würde.

Flosa ist ein Blumengeschäft, dem Sie diese Aufgabe anvertrauen können. Wir beraten Sie jederzeit gern, welche Blumen und welches Obst zu einem Todestag passen, damit Ihr Geschenk in einem so feierlichen Rahmen respektvoll und frisch ist.

Blumen oder ein Obstkorb von Flosa stehen für Qualität und tragen zugleich die aufrichtige Dankbarkeit und den Respekt des Absenders gegenüber den Verstorbenen.

Der đám giỗ ist mehr als ein Gedenkritus. Er steht im Zentrum der vietnamesischen Kultur und des Verständnisses der Menschen hier von ihrer Pflicht gegenüber der Familie. Wir hoffen, dass Ihnen dieser Überblick über die Bedeutung des Tages einen klareren Blick auf die Traditionen des Landes gegeben hat, die vietnamesische Familien bewahren und an die nachfolgenden Generationen weitergeben möchten.